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Erklärvideo erstellen lassen: Was kostet das 2026?

6 Min. Lesezeit · von Boris Tomasi

Kurzantwort: Ein Erklärvideo erstellen zu lassen kostet bei einer Agentur 2026 meist 3'000 bis 8'000 Euro, aufwendige Produktionen auch deutlich mehr. Mit KI-Tools startest du ab rund 30 Dollar im Monat, steckst aber selbst Zeit in Botschaft und Skript. Video-Abos liegen dazwischen und lohnen sich, wenn du regelmässig Videos brauchst.

Wenn du nach den Kosten für ein Erklärvideo suchst, landest du auf Preisseiten von Agenturen. Manche sind ein paar Jahre alt, fast alle enden mit „kommt aufs Projekt an“. Das stimmt. Hilft dir aber nicht weiter.

Seit KI-Tools Videos in Minuten erzeugen, gibt es drei Wege zum Erklärvideo: Agentur, selbst mit KI oder ein Video-Abo. Jeder hat einen anderen Preis, einen anderen Aufwand für dich und eine andere Stärke. Und dann gibt es noch eine Frage, die kaum eine Preisseite stellt: Was kostet ein Video, das nichts verkauft?

Wovon hängen die Kosten eines Erklärvideos ab?

Ein Erklärvideo besteht aus mehreren Arbeitsschritten, und jeder kostet. Die Videoagentur Mark Lotse hat im Oktober 2026 typische Spannen für einen Erklärfilm veröffentlicht (Quelle):

  1. Idee und Konzept: ca. 1'000 bis 3'000 Euro
  2. Storyboard und Grafiken: ca. 500 bis 5'000 Euro
  3. Sprechertext: ca. 400 bis 800 Euro
  4. Sprecher oder Sprecherin: ca. 400 bis 1'000 Euro (bis 3 Minuten, Online-Nutzung)
  5. Animation: ca. 2'000 bis 4'000 Euro für ein Video bis 90 Sekunden
  6. Musik und Sounddesign: ca. 250 bis 2'000 Euro
  7. Studio und Rendering: ca. 150 bis 200 Euro

Zählst du nur die unteren Werte zusammen, landest du schon bei rund 4'700 Euro. Die grössten Kostentreiber sind Länge, Grafikstil (Stockmaterial oder eigene Illustrationen), Anzahl der Korrekturrunden und Nutzungsrechte. Wer das Video auch im TV oder auf Messen zeigen will, zahlt für Sprecher und Musik extra.

Option 1: Die Agentur

Die klassische Lösung. Du briefst, die Agentur entwickelt Konzept, Skript und Look, du gibst frei. Ein Vergleich von starting-up.de nennt für eine bekannte Erklärvideo-Agentur 4'000 bis 7'000 Euro pro Videominute und rund 15 Tage Produktionszeit (Quelle). Andere Agenturen werben mit 4 bis 8 Wochen vom Konzept bis zum fertigen Film.

Gut für: ein zentrales Video, das lange hält, etwa auf der Startseite oder für einen Launch. Du bekommst Gestaltung aus einem Guss und musst selbst wenig tun.

Schwierig wird es, wenn dein Produkt sich oft ändert oder du für verschiedene Zielgruppen eigene Versionen brauchst. Jede Änderung ist ein neuer Auftrag.

Option 2: Selbst mit einem KI-Tool

Tools wie HeyGen erzeugen Videos mit Avatar, Stimme und Untertiteln aus einem Text. HeyGen kostet laut eigener Preisseite 29 Dollar im Monat (Creator) oder 49 Dollar (Pro), eine Gratisversion gibt es mit Wasserzeichen (Quelle).

Das Tool ist günstig. Teuer ist deine Zeit. Denn die KI produziert das Video, aber sie entscheidet nicht, welches Argument deinen Kunden überzeugt. Sie weiss nicht, dass die IT-Leiterin vor allem wissen will, ob das Ganze sicher ist, und der CFO, ob es sich rechnet. Diese Arbeit bleibt bei dir.

Gut für: Onboarding, interne Erklärungen, schnelle Varianten, Tests. Schwierig bei: Videos, die einen Kaufentscheid voranbringen sollen, wenn niemand im Team Zeit für Botschaft und Skript hat.

Option 3: Das Video-Abo

Ein neueres Modell: Du zahlst eine feste Monatspauschale und bekommst laufend Videos. Konzept und Produktion übernimmt der Anbieter, oft mit KI-Unterstützung, darum geht es schneller als bei einer klassischen Agentur.

Transparenz: Ich biete selbst so ein Abo an. Bei mir kostet es 1'999 Euro im Monat, dafür gibt es jeden Werktag ein Video, ohne Mindestlaufzeit. Ob das für dich passt, hängt an einer einfachen Frage: Brauchst du ein Video oder viele?

Gut für: Teams, die für Website, Akquise, Use Cases und Produkt-Updates laufend Videos brauchen. Nicht sinnvoll, wenn du nur ein einziges Video pro Jahr willst.

Agentur, KI oder Abo im Vergleich

AgenturKI-Tool selbstVideo-Abo
Kostenmeist 3'000–8'000 € pro Video, oft mehrab ca. 30 $ im Monat plus deine Zeitfeste Monatspauschale, pro Video günstiger, je mehr du abrufst
Dauer bis zum fertigen Video2 bis 8 WochenStunden bis Tage1 bis 2 Tage
Dein AufwandBriefing, Abnahmenhoch: Botschaft, Skript, UmsetzungBriefing, Freigabe
Stärkeein zentrales Video mit viel Gestaltungviele einfache Varianten, internlaufend Videos für Vertrieb und Marketing
SchwächeÄnderungen teuer und langsamVerkaufsbotschaft bleibt bei dirlohnt sich nur bei regelmässigem Bedarf

Die Zahl, die im B2B wirklich zählt: Kosten pro Abschluss

Aus meiner Zeit als Sales Director weiss ich: Niemand im Vertrieb fragt, was ein Werkzeug kostet. Man fragt, was es bringt.

Ein Rechenbeispiel: Angenommen, dein durchschnittlicher Auftrag ist 20'000 Euro wert. Ein Erklärvideo für 6'000 Euro hat sich bezahlt gemacht, sobald es einen einzigen zusätzlichen Abschluss auslöst. Ein Video für 500 Euro, das niemand sieht, ist dagegen rausgeworfenes Geld.

Dass Video nicht automatisch wirkt, zeigt auch die Wyzowl-Studie 2026: 82 Prozent der befragten Marketer sagen, Video bringe ihnen einen guten ROI. Im Jahr davor waren es noch 93 Prozent (Quelle).

Warum bringen viele Erklärvideos nichts? Meist aus drei Gründen:

  1. Falscher Ort. Das Video liegt auf der Startseite, während die Kaufentscheidung im Gespräch oder in einer weitergeleiteten E-Mail fällt.
  2. Funktionen statt Nutzen. Es zeigt, was die Software kann, statt welches Problem sie für genau diesen Kunden löst.
  3. Nicht weiterleitbar. Im B2B entscheiden mehrere Personen mit. Ein gutes Video kann dein Ansprechpartner an Geschäftsführung, IT oder Finanzen schicken, ohne es erklären zu müssen. Mehr dazu in B2B-Erklärvideos als Teil der Wunschkunden-Ansprache.

Darum lohnt es sich oft mehr, mehrere gezielte Videos zu haben (pro Zielgruppe, pro Anwendungsfall, nach dem Erstgespräch) als ein teures Video für alle. Wie das im Alltag aussieht, liest du in Video im Vertrieb und Angebote mit Video begleiten.

Checkliste: Bevor du ein Erklärvideo beauftragst

  • Wer soll das Video sehen und wer entscheidet am Ende über den Kauf?
  • Wo setzt du es ein: Website, Akquise, nach dem Gespräch, im Angebot?
  • Welche eine Frage soll das Video beantworten?
  • Was soll der Zuschauer danach tun?
  • Wie viele Versionen brauchst du (Branchen, Rollen, Sprachen)?
  • Sind Korrekturrunden, Nutzungsrechte und spätere Änderungen im Preis enthalten?
  • Woran merkst du nach drei Monaten, ob sich das Video gelohnt hat?

Häufige Fragen

Was kostet ein Erklärvideo von 60 bis 90 Sekunden?

Bei Agenturen meist zwischen 3'000 und 8'000 Euro. Allein die Animation liegt laut Branchenangaben bei 2'000 bis 4'000 Euro, dazu kommen Konzept, Sprecher und Musik. Mit KI-Tools zahlst du nur die Software, dafür bleibt die Arbeit an Botschaft und Skript bei dir.

Wie lange dauert die Produktion eines Erklärvideos?

Bei einer Agentur meist zwei bis acht Wochen, je nach Abstimmungsrunden. Mit einem KI-Tool kann ein einfaches Video in wenigen Stunden fertig sein. Video-Abos liefern typischerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen.

Ist ein KI-Erklärvideo gut genug für B2B?

Für Onboarding, interne Erklärungen und Varianten oft ja. Ob ein Video verkauft, entscheidet nicht das Tool, sondern die Botschaft: Spricht es das Problem des Kunden an und kann es an andere Entscheider weitergeleitet werden?

Welche versteckten Kosten gibt es bei Erklärvideos?

Zusätzliche Korrekturrunden, erweiterte Nutzungsrechte (TV, Messe), Musiklizenzen, andere Sprachen und spätere Änderungen, wenn sich dein Produkt weiterentwickelt. Frag vor dem Auftrag, was davon im Preis enthalten ist.

Lohnt sich ein Erklärvideo im B2B?

Ja, wenn es dort eingesetzt wird, wo Kaufentscheidungen fallen: in der Akquise, nach dem Gespräch, im Angebot. Laut Wyzowl 2026 sagen 82 Prozent der Marketer, Video bringe einen guten ROI. Entscheidend ist der Einsatz, nicht der Preis.

Fazit

Agentur, KI-Tool oder Abo: Keine Option ist grundsätzlich besser. Die Agentur passt für das eine grosse Video, das KI-Tool für viele einfache, das Abo für laufenden Bedarf im Vertrieb. Rechne nicht mit dem Preis pro Video, sondern mit dem, was es zu deinem nächsten Abschluss beiträgt.

Wenn du sehen willst, wie ein Video für dein Angebot aussehen könnte: Ich erstelle dir gerne ein kostenloses Videobeispiel, ohne Gespräch und ohne Verpflichtung.