Videoselling Pionier seit 2020
Der digitale Vertrieb hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Während früher ein Händedruck oder ein kurzer Plausch auf einer Messe den Grundstein für eine Geschäftsbeziehung legten, findet der Erstkontakt heute meist über den Bildschirm statt. Doch genau hier liegt die Herausforderung: In einer Welt voller standardisierter Nachrichten und austauschbarer Prozesse geht die menschliche Komponente oft verloren.
Videoselling ist die Antwort auf diese Distanz. Es ist kein neuer Trend, sondern die logische Weiterentwicklung des modernen Verkaufs. Es kombiniert die Effizienz digitaler Kanäle mit der emotionalen Kraft der persönlichen Präsenz. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du Videoselling strategisch einsetzt, um dich von der Masse abzuheben, echte Verbindungen zu deinen Wunschkunden aufzubauen und am Ende messbar mehr Abschlüsse zu erzielen.
Bevor wir in die Tiefe gehen, ist es wichtig, den Begriff klar abzugrenzen. Videoselling ist der strategische Einsatz von personalisierten Videoinhalten über den gesamten Verkaufsprozess hinweg. Dabei geht es nicht um hochglanzpolierte Werbefilme oder anonyme Erklärvideos. Im Zentrum steht das „Du“ – deine Persönlichkeit, deine Expertise und dein Gesicht.
Im digitalen Vertrieb nutzen wir Videoselling, um Barrieren abzubauen. Es ist das Werkzeug, das aus einem Namen in einer E-Mail einen echten Menschen macht. Dabei unterscheiden wir zwei wesentliche Einsatzgebiete:
Die Videoakquise (Outreach): Hier nutzt du das Medium, um aktiv auf potenzielle Kunden zuzugehen. Statt einer herkömmlichen Nachricht schickst du ein kurzes, individuelles Video, das genau auf die Herausforderungen deines Gegenübers eingeht.
Wenn du dich speziell für den Bereich Outreach interessierst, findest du hier meinen tiefgreifenden Artikel zum Thema Videoakquise
Der Videobot (Inbound): Hier fungiert das Video als dein digitaler Stellvertreter auf der Webseite. Er empfängt Besucher persönlich, stellt die richtigen Fragen und qualifiziert Leads vor, noch bevor du zum ersten Mal zum Hörer greifst.
Für die Skalierung deiner Anfragen empfehle ich den Einsatz von Videobots
Als Entscheidungsträger oder Verkaufsverantwortlicher weißt du: Zeit ist die kostbarste Ressource. Herkömmliche Methoden wie Telefonakquise oder schriftliche Nachrichten haben ihre Berechtigung, stoßen aber oft an Grenzen, wenn es darum geht, schnell Vertrauen aufzubauen.
Menschen kaufen von Menschen. Durch ein Video transportierst du Mimik, Gestik und Tonalität. Diese nonverbalen Signale sind entscheidend dafür, ob uns jemand kompetent und sympathisch erscheint. Im Video vermittelst du in 60 Sekunden mehr Vertrauen als in einer fünfseitigen PDF-Präsentation.
Mehr über die psychologische Wirkung von Mimik und Gestik liest du hier.
Ein Verkaufsleiter erhält täglich Dutzende Anfragen. Die meisten davon sehen identisch aus. Ein Video im Vorschaubild sticht sofort heraus. Es signalisiert dem Empfänger: „Hier hat sich jemand wirklich Gedanken über mich gemacht.“ Diese Wertschätzung ist der Schlüssel zu deutlich höheren Antwortraten.
Videoselling bedeutet nicht, dass du den ganzen Tag vor der Kamera stehst. Einmal strategisch aufgesetzt – zum Beispiel durch einen Videobot – erledigt das Video die Vorarbeit für dich. Du und dein Team konzentriert euch nur noch auf die Gespräche, bei denen bereits ein echtes Interesse besteht.
Ein erfolgreicher Start in das Thema Videoselling erfordert keine Hollywood-Ausrüstung, aber einen klaren Plan. Folge diesen Schritten, um dein Fundament zu legen:
Der größte Hemmschuh für viele ist die Sorge vor der Kamera. Doch die gute Nachricht ist: Deine Kunden suchen keinen Nachrichtensprecher, sondern einen Experten, der ihr Problem versteht. Versprecher machen dich menschlich. Ein authentisches Video in einem normalen Büroumfeld wirkt oft überzeugender als eine sterile Studioaufnahme.
Struktur schlägt Improvisation. Ein gutes Verkaufsvideo folgt einem klaren Ablauf:
Der Hook: Erwähne sofort etwas Spezifisches zum Kunden (z. B. ein aktuelles Projekt oder ein LinkedIn-Post).
Das Problem: Zeige auf, dass du die Schmerzpunkte seiner Branche kennst.
Die Lösung: Erkläre kurz, wie du hier unterstützen kannst.
Der Call-to-Action: Gib eine klare Anweisung, was als Nächstes passieren soll (z. B. Terminbuchung).
Tipp: So erstellst du wirkungsvolle Video-Skripte für deinen Start.
Du brauchst kein teures Equipment. Die Kamera deines Laptops oder Smartphones reicht völlig aus. Achte lediglich auf zwei Dinge: Gutes Licht (setz dich vor ein Fenster) und ein klarer Ton. Wenn man dich gut sieht und versteht, ist die Technik zweitrangig.
Videoselling begleitet den Kunden durch die gesamte Reise – von der ersten Aufmerksamkeit bis zum unterschriebenen Vertrag.
Hier ist das Ziel die Terminbuchung. Ein personalisiertes Video zeigt dem Interessenten, dass du kein Massengeschäft betreibst. Du gehst auf seine Webseite ein, nennst seinen Namen und zeigst einen konkreten Mehrwert auf. Dies ist der „Eisbrecher“, der die Tür für das Erstgespräch öffnet.
Nach einem Beratungsgespräch schickst du ein Angebot. Oft landet dieses in einem Gremium von Entscheidern, die beim Gespräch gar nicht dabei waren. Ein kurzes Video, in dem du die Eckpunkte des Angebots persönlich erläuterst, wirkt Wunder. Du bleibst präsent und führst die Entscheider virtuell durch die Lösung. Das erhöht die Abschlusswahrscheinlichkeit massiv, da Unklarheiten sofort beseitigt werden.
Erfahre, in meinem Beitrag wie die Angebotsbegleitung per Video deine Quoten steigert
Stell dir vor, ein potenzieller Kunde landet auf deiner Webseite. Statt eines trockenen Formulars wird er von dir persönlich begrüßt. Ein Videobot kann hier Fragen stellen wie: „Welches Ziel verfolgst du aktuell?“ Basierend auf der Antwort leitet das Video den Nutzer zum passenden Inhalt oder direkt in deinen Kalender. Das ist Kundenservice auf einem neuen Level.
Obwohl Videoselling intuitiv klingt, gibt es Stolperfallen, die den Erfolg schmälern können.
Zu lange Videos: Im Outreach sollte ein Video selten länger als 90 Sekunden sein. Respektiere die Zeit deines Gegenübers.
Kein roter Faden: Ohne Struktur verlierst du dich in Details. Halte dich an dein Konzept.
Fehlender Call-to-Action: Sag dem Kunden genau, was er tun soll. „Melde dich mal“ ist zu vage. „Buche dir hier deinen 15-Minuten-Slot“ ist konkret.
Zu viel Fokus auf dich: Es geht nicht um dich oder dein Unternehmen. Es geht immer um den Nutzen für den Kunden. Formuliere deine Sätze aus der „Du-Perspektive“.
Erfahre mehr über Videoskripte und wie sie aufgebaut sein sollten.
Videoselling ist weit mehr als nur „Videos verschicken“. Es ist eine strategische Entscheidung für mehr Menschlichkeit und Effizienz im digitalen Zeitalter. Für dich als Geschäftsführer oder Verkaufsverantwortlicher bietet es die Chance, die Lücke zwischen digitaler Anonymität und persönlicher Beratung zu schließen.
Du wirst feststellen, dass die Hürde zum Kunden kleiner wird, wenn er dein Lächeln sieht und deine Stimme hört, noch bevor ihr das erste Mal live sprecht. Es ist der direkteste Weg zu mehr Vertrauen, besseren Terminen und einer stabilen Pipeline.
Der digitale Vertrieb wartet nicht. Wer heute beginnt, die persönliche Videokommunikation fest in seine Prozesse zu integrieren, wird morgen den entscheidenden Vorsprung im Markt haben
ÜBER DEN AUTOR

Boris Tomasi
Boris Tomasi ist Experte für Videoselling und digitalen Vertrieb mit Video. Sein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Videobotschaften, Videofunnels und automatisierten Video-Prozessen zur Leadgenerierung und Kundengewinnung im B2B-Umfeld.
Seit mehreren Jahren unterstützt er Selbstständige, Dienstleister und Unternehmen dabei, erklärungsbedürftige Angebote mit Video verständlich zu präsentieren, Vertrauen aufzubauen und Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten. Dabei kombiniert er Video, Verkaufspsychologie und Automationen zu klar strukturierten Vertriebsabläufen
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© Boris Tomasi