Videoselling Pionier seit 2020
Die Kaltakquise hat sich grundlegend verändert. Während früher ein Telefonat oder eine gut formulierte E-Mail ausreichten, um Aufmerksamkeit zu erregen, stehen Verkaufsverantwortliche heute vor einer digitalen Wand. Postfächer sind überfüllt mit unpersönlichen Anfragen, die meist ungelesen gelöscht werden. Doch wie durchbrichst du dieses Rauschen als Geschäftsführer oder Vertriebsleiter?
Die Lösung liegt in der Videoakquise. Sie ist das effektivste Werkzeug im modernen Outreach, um die Distanz der digitalen Welt durch deine Persönlichkeit zu überbrücken. In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du alles – von der psychologischen Wirkung bis zur praktischen Umsetzung –, um Videoakquise als festen Bestandteil deines Vertriebs zu etablierst und messbar mehr Termine zu buchen.
In einer Welt, in der fast alles automatisiert und skaliert wird, sehnen sich Menschen nach echter Verbindung. Videoakquise ist kein bloßer Trend, sondern die Rückkehr der Menschlichkeit in den digitalen Vertrieb. Es geht darum, den ersten Kontakt so zu gestalten, dass er nicht als störend, sondern als wertschöpfend wahrgenommen wird.
Wenn du einem potenziellen Kunden ein personalisiertes Video schickst, signalisierst du sofort: „Ich habe mir Zeit für dich genommen.“ Im Gegensatz zu einer Massen-E-Mail ist ein Video ein Akt der Wertschätzung. Du zeigst deinem Gegenüber, dass er kein bloßer Datensatz in einer Liste ist, sondern ein Partner, dessen spezifische Herausforderungen du verstehst. Diese Form der Exklusivität ist in der heutigen Zeit ein seltener und daher extrem wertvoller Faktor.
Am Telefon fehlt die visuelle Ebene, in der E-Mail die Stimme. Ein Video vereint beides. Wenn dein Gegenüber sieht, wie du sprichst, wie du lächelst und wie du dich präsentierst, baut er unterbewusst bereits eine Verbindung zu dir auf. Dieses Vertrauen ist im Outreach das wertvollste Gut. Es sorgt dafür, dass die Hürde für eine Antwort oder eine Terminbuchung massiv sinkt, weil du kein Unbekannter mehr bist, sondern ein Gesicht mit einer Botschaft.
Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet ein Empfänger, ob er dein Video weiterschaut oder wegklickt. Diese Millisekunden sind entscheidend für den Erfolg deiner gesamten Akquise-Strategie.
Mimik und Gestik: Ein freundlicher Blick direkt in die Linse und ein offenes Lächeln signalisieren Kooperationsbereitschaft. Dein Gehirn erkennt in Sekundenbruchteilen, ob ein Gegenüber vertrauenswürdig ist.
Der visuelle Anker: Nutze ein Vorschaubild (Thumbnail), das Neugier weckt. Wenn der Empfänger seinen Namen oder sein Firmenlogo auf einem Whiteboard in deiner Hand sieht, aktiviert das sofort das Belohnungszentrum im Gehirn.
Authentizität vor Perfektion: Versuche nicht, ein Schauspieler zu sein. Ein kleiner Versprecher kann dich sogar sympathischer und nahbarer machen als eine perfekt einstudierte Rede.
Ein erfolgreicher Outreach beginnt lange vor dem ersten „Aufnahme“-Klick. Du musst die Welt deines Kunden verstehen, bevor du sie betreten darfst.
Recherche bedeutet nicht, Stunden auf Profilen zu verbringen. Es bedeutet, den einen Aufhänger zu finden, der echtes Interesse zeigt. Das kann ein aktuelles Interview des Geschäftsführers sein, eine neue Produktlinie oder eine Expansion. Wenn du diesen Punkt im Video erwähnst, hebelst du die natürliche Abwehrhaltung des Empfängers sofort aus.
Wo hält sich dein Wunschkunde auf?
LinkedIn: Das soziale Netzwerk für B2B-Entscheider. Hier wirkt ein Video in der Direktnachricht extrem stark, da es den professionellen Rahmen mit einer persönlichen Note bricht.
E-Mail: Der klassische Weg. Ein Video-Thumbnail in einer E-Mail erhöht die Klickrate enorm.
Du brauchst kein Hollywood-Studio, aber ein gewisses Maß an Professionalität unterstreicht deine Expertise. Dein Set-up sollte so einfach sein, dass du es jederzeit ohne großen Aufwand nutzen kannst.
Das Wichtigste ist nicht die Kameraauflösung, sondern das Licht und der Ton. Setze dich frontal vor ein Fenster oder nutze ein einfaches Ringlicht, um Schatten im Gesicht zu vermeiden. Ein externes Mikrofon sorgt dafür, dass deine Stimme klar und kompetent klingt. Wenn man dich gut hört, assoziiert der Kunde das automatisch mit einer klaren Botschaft.
Dein Hintergrund sollte aufgeräumt sein, aber gerne etwas über deine Persönlichkeit aussagen. Ein modernes Büro oder ein dezentes Bücherregal wirken professionell. Vermeide unruhige Hintergründe, die vom Wesentlichen ablenken – nämlich von dir.
Damit deine Botschaft sitzt, empfiehlt sich ein klarer Aufbau. Dies gibt dir Sicherheit und sorgt für einen roten Faden.
Der Hook (0-10 Sek.): Steige direkt mit einer persönlichen Beobachtung ein. „Ich habe gesehen, dass ihr gerade ein neues Projekt gestartet habt...“
Die Relevanz (10-30 Sek.): Benenne ein typisches Problem und stelle eine Lösung in Aussicht. Nutze den Konjunktiv: „Möglicherweise könnten wir hier Effizienz steigern.“
Die Expertise (30-50 Sek.): Erkläre kurz, warum du dich meldest, ohne belehrend zu wirken.
Der Call-to-Action (50-70 Sek.): Schlage einen konkreten nächsten Schritt vor. „Lass uns kurz 15 Minuten telefonieren. Hier ist mein Kalender-Link.“
Einer der größten Vorteile der Videoakquise ist, dass du Einwände entkräften kannst, bevor sie geäußert werden.
Anstatt dies als Hindernis zu sehen, könntest du im Video darauf eingehen: „Viele meiner Kunden arbeiten bereits erfolgreich mit Partnern zusammen. Oft nutzen sie unsere Methode jedoch als Ergänzung, um in Bereich X noch 10% mehr rauszuholen. Angenommen, das wäre bei euch ähnlich...“
Respektiere die Zeit im Video selbst. „Ich weiß, dein Kalender ist voll, deshalb halte ich mich kurz. Mein Ziel ist es nicht, dir Zeit zu rauben, sondern dir einen Weg zu zeigen, wie dein Team in Zukunft Zeit bei der Akquise spart.“
Videoakquise sollte kein "Zusatzaufwand" sein, sondern ein integraler Bestandteil deines CRM-Prozesses.
Ein Video allein ist stark, in Kombination mit anderen Kanälen ist es unschlagbar. Eine bewährte Sequenz könnte so aussehen:
Tag 1: LinkedIn-Vernetzung mit kurzer Nachricht.
Tag 2: Persönliches Video per LinkedIn-Direktnachricht.
Tag 5: Kurzer Anruf ("Ich hatte dir ein Video geschickt...").
Tag 10: Follow-up Video per E-Mail, falls noch keine Reaktion kam.
Wenn du viele Kontakte angehen möchtest, kannst du "Halb-Personalisierung" nutzen. Das bedeutet: Du nimmst ein Video für eine spezifische Branche oder eine spezifische Jobrolle auf (z.B. "An alle Vertriebsleiter im Maschinenbau"). Das Vorschaubild individualisierst du jedoch weiterhin pro Person. So kombinierst du Effizienz mit persönlicher Ansprache.
LinkedIn ist die "Heimat" des modernen B2B-Vertriebs. Hier ist die Hemmschwelle für Videos niedriger. Nutze die mobile App, um Videos direkt aufzunehmen. Die spontane Art signalisiert: "Ich bin gerade am Schreibtisch und habe an dich gedacht." Das wirkt oft besser als eine geplante Produktion.
In der E-Mail ist das Vorschaubild (Thumbnail) alles. Wenn du ein GIF nutzt, in dem du kurz in die Kamera winkst, erzeugst du Bewegung im Postfach des Kunden. Das ist ein psychologischer Trigger, dem man sich kaum entziehen kann. Achte darauf, dass der Link zum Video auf einer aufgeräumten Seite landet, die nur dein Video und einen Termin-Button enthält.
Auch die beste Strategie scheitert, wenn die Umsetzung hakt. Hier sind die Top-Fehler, die du vermeiden solltest:
Der "Me-Focus": Sprich nicht über dich, deine Firma oder deine tollen Features. Sprich über den Kunden. Jedes Wort in deinem Video sollte dem Kunden helfen, sein Problem zu lösen.
Fehlende Energie: Wenn du gelangweilt oder unsicher wirkst, überträgt sich das auf den Zuschauer. Du musst keine Show abziehen, aber eine positive, aufrechte Energie ist essenziell.
Zu viel Text im Bild: Überlade dein Set-up nicht. Der Fokus muss auf deinem Gesicht und deiner Mimik liegen.
Kein Follow-up: Viele schicken ein Video und geben auf, wenn keine Antwort kommt. Statistiken zeigen, dass die meisten Termine erst nach dem 4. oder 5. Kontaktpunkt entstehen. Das Video ist der Türöffner, die Hartnäckigkeit führt zum Termin.
Im B2B-Umfeld ist das Senden von Videos an geschäftliche Adressen oder Profile ein legitimer Weg der Geschäftsanbahnung, solange ein "mutmaßliches Interesse" besteht.
Transparenz: Sag klar, wer du bist und warum du dich meldest.
Abmeldemöglichkeit: Gib dem Kunden immer die Chance zu sagen: "Kein Interesse". Ein respektvoller Umgang sorgt dafür, dass du auch bei einem "Nein" ein positives Branding hinterlässt.
Datenschutz: Nutze Tools, die DSGVO-konform sind und die Daten deines Kunden schützen.
Die Videoakquise ist weit mehr als eine Technik – es ist eine Haltung. Es ist die Entscheidung, nicht mehr Teil der anonymen Masse zu sein, sondern als Experte mit Charakter aufzutreten. Für Geschäftsführer und Verkaufsverantwortliche ist es der direkteste Weg zu mehr Vertrauen und besseren Terminen.
In den kommenden Jahren wird die Kluft zwischen unpersönlichem Massen-Outreach und individuellem Videoselling immer größer werden. Wer heute beginnt, diesen Kanal zu meistern, baut sich einen uneinholbaren Vorsprung auf. Es erfordert Übung, ja – aber die Belohnung sind Kundenbeziehungen, die auf einer völlig anderen Ebene starten.
Die Videoakquise ist der Türöffner, aber nur ein Teil eines modernen Ansatzes im gesamten digitalen Vertrieb
Möchtest du tiefer in spezifische Kanäle eintauchen? Dann lies meine Beiträge zur LinkedIn-Videoakquise und wenn du wissen möchtest, wie du den gesamten Verkaufsprozess – vom Inbound bis zum Abschluss – mit Videos begleitest, schau dir meine Fokus-Infos zum Thema Videoselling an.
ÜBER DEN AUTOR

Boris Tomasi
Boris Tomasi ist Experte für Videoselling und digitalen Vertrieb mit Video. Sein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Videobotschaften, Videofunnels und automatisierten Video-Prozessen zur Leadgenerierung und Kundengewinnung im B2B-Umfeld.
Seit mehreren Jahren unterstützt er Selbstständige, Dienstleister und Unternehmen dabei, erklärungsbedürftige Angebote mit Video verständlich zu präsentieren, Vertrauen aufzubauen und Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten. Dabei kombiniert er Video, Verkaufspsychologie und Automationen zu klar strukturierten Vertriebsabläufen
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© Boris Tomasi