Videoselling Pionier seit 2020
Hast du dich schon einmal gefragt, warum wir uns zu bestimmten Schauspielern aus Serien oder unseren Lieblings-Creatorn auf YouTube so verbunden fühlen, obwohl wir sie noch nie persönlich getroffen haben? Es fühlt sich fast so an, als wären sie gute Bekannte. In der Psychologie gibt es dafür eine einfache Erklärung: den Mere-Exposure-Effekt. Dieses Phänomen besagt, dass allein die wiederholte Wahrnehmung einer Person dazu führt, dass wir sie positiver bewerten und ihr mehr Vertrauen schenken.
Für dich als Selbstständigen oder Verkaufsverantwortlichen ist dieser Effekt ein mächtiges Werkzeug. Besonders im Bereich Videoselling bietet er die Chance, die Barriere zwischen einer digitalen Nachricht und einem echten Vertrauensverhältnis zu überbrücken.
Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Reize allein durch ihre wiederholte Darbietung an Attraktiviät gewinnen. Was bei Darstellern im Fernsehen funktioniert, lässt sich direkt auf den Vertrieb übertragen: Je öfter dein potenzieller Kunde dein Gesicht sieht und deine Stimme hört, desto vertrauter wirkst du auf ihn.
Im klassischen Outreach fehlt oft diese menschliche Komponente. Durch Videoselling nutzt du diesen psychologischen Mechanismus aktiv, um Sympathiepunkte zu sammeln, noch bevor das erste Verkaufsgespräch stattfindet. Du wechselst die Rolle vom „fremden Absender“ hin zum „bekannten Gesicht“.
Wenn du Videoakquise in deinem Outreach-Prozess einsetzt, nutzt du mehr als nur reine Information. Du nutzt die Kraft der persönlichen Präsenz, um eine emotionale Basis zu schaffen.
Ein Video ermöglicht es dem Empfänger, deine Mimik und Gestik wahrzunehmen. Da unser Gehirn darauf programmiert ist, Gesichter zu scannen, um Sicherheit und Vertrauen zu prüfen, bietest du deinem Gegenüber eine wertvolle Orientierungshilfe. Werden diese Reize öfter gesetzt – etwa durch ein kurzes Video zur Vernetzung und ein späteres Follow-up – steigt die Akzeptanz deiner Botschaft deutlich an.
Oft entstehen Zögern oder Skepsis dadurch, dass der Anbieter eine unbekannte Größe ist. Durch den Mere-Exposure-Effekt könnte diese Unsicherheit reduziert werden. Ein vertrautes Gesicht wird seltener abgelehnt als ein völlig fremder Name in einem überfüllten Posteingang. Es ist derselbe Grund, warum wir im Supermarkt eher zu Produkten greifen, die wir aus der Werbung „kennen“.
Damit der Mere-Exposure-Effekt seine volle Wirkung entfalten kann, kommt es auf die richtige Dosierung und eine kluge Platzierung deiner Videos an.
Es geht nicht darum, den Kunden mit Nachrichten zu überhäufen. Vielmehr führt eine gezielte Abfolge von Kontaktpunkten zum Ziel. Ein kurzes, hilfreiches Video zu einem spezifischen Problem deines Kunden bleibt besser im Gedächtnis als eine reine Textwüste. Wenn du dich später erneut meldest, erkennt der Interessent dich bereits wieder – der „Promi-Bonus“ im Kleinen beginnt zu wirken.
Auch auf deiner Webseite kann dieser Effekt genutzt werden. Ein Videobot, der den Besucher persönlich begrüßt, schafft sofort eine erste Ebene der Vertrautheit. Der Besucher bekommt einen Eindruck von deiner Art, noch bevor er eine Anfrage abschickt. Wenn es dann zum eigentlichen Gespräch kommt, ist die psychologische Hürde bereits genommen, weil der Kunde das Gefühl hat, dich schon ein Stück weit zu kennen.
Ein häufiges Missverständnis ist der Glaube, dass Videos im Verkauf wie Hochglanz-Werbespots wirken müssen. Für den Mere-Exposure-Effekt ist das jedoch zweitrangig. Wichtiger ist die Wiedererkennung deiner echten Persönlichkeit.
Natürlichkeit: Ein echtes Lächeln und eine natürliche Sprechweise wirken oft vertrauenswürdiger als ein perfekt abgelesener Text. Authentizität ist das, was die Bindung zu YouTube-Creatorn so stark macht – das gilt auch für dich.
Wiedererkennungswert: Nutze ein konsistentes Setting oder eine klare Art der Ansprache. Das hilft dem Gehirn deines Gegenübers, die Information bei jedem neuen Kontakt schneller zuzuordnen und positiv abzuspeichern.
Der Mere-Exposure-Effekt ist ein leiser, aber sehr effektiver Begleiter im modernen Vertrieb. Indem du dich im Videoselling zeigst, machst du es deinen potenziellen Kunden leichter, eine positive Entscheidung zu treffen. Du verwandelst dich von einem anonymen Anbieter in eine vertraute Person.
Wenn du beginnst, Videos systematisch in deinen Outreach zu integrieren, nutzt du die Psychologie zu deinem Vorteil und schaffst eine Basis, auf der echte Geschäftsbeziehungen wachsen können. Es ist der Weg weg von der reinen Informationsvermittlung hin zu einem beziehungsorientierten Verkauf.
Du hast nun verstanden, wie die bloße Sichtbarkeit dein Ansehen bei potenziellen Kunden steigern kann. Doch wie schaffst du es, in diesen Videos so zu überzeugen, dass aus Vertrauen auch echtes Kaufinteresse wird? Ein starkes Auftreten ist hierbei die Grundlage. Wenn du wissen willst, wie du die psychologische Wirkung deines Auftritts durch deine Körpersprache und Stimme weiter verstärkst, empfehle ich dir meinen Artikel über die Macht von Mimik und Gestik im Videoselling. Möchtest du erfahren, wie du dieses Vertrauen nutzt, um souverän mit Rückfragen umzugehen? Dann schau dir meinen Beitrag über moderne Einwandbehandlung in der Videoakquise an.
ÜBER DEN AUTOR

Boris Tomasi
Boris Tomasi ist Experte für Videoselling und digitalen Vertrieb mit Video. Sein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Videobotschaften, Videofunnels und automatisierten Video-Prozessen zur Leadgenerierung und Kundengewinnung im B2B-Umfeld.
Seit mehreren Jahren unterstützt er Selbstständige, Dienstleister und Unternehmen dabei, erklärungsbedürftige Angebote mit Video verständlich zu präsentieren, Vertrauen aufzubauen und Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten. Dabei kombiniert er Video, Verkaufspsychologie und Automationen zu klar strukturierten Vertriebsabläufen
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© Boris Tomasi